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am 21. Juli 2016

Im Bezirk Ried droht jedem 2. Freibad das Aus.

Die Grünen Bezirk Ried - Von 230 Freibädern in Oberösterreich sollen laut Bäderstudie nur 100 übrig bleiben. Im Bezirk Ried im Innkreis ist rechnerisch jedes zweite von insgesamt 9 Bädern in Gefahr. Wir starten eine Rettungsaktion für oberösterreichischen Freibäder. Ein Beitrag von LAbg. Severin Mayr.

Badeschluss? Jedes zweite Freibad in OÖ vor dem Aus.

Mit einer Umsetzung der sogenannten Bäderstudie steht ein massiver Kahlschlag bei den heimischen Bädern bevor. In der Studie wird eine drastische Reduzierung von derzeit 230 (144 klassische Freibäder, 86 Natur- bzw. Strandbäder) auf ca. 100 Standorte bis zum Jahr 2025 empfohlen. Das würde bedeuten, dass in Oberösterreich mehr als jedes zweite Freibad geschlossen werden soll. Dieser Schließungsplan wird auch in der aktuellen Beantwortung unserer Anfrage an Landesrat Michael Strugl bestätigt.

Lebensqualität im Bezirk Ried im Innkreis ganz stark gefährdet

Die Bäderstudie sieht vor, dass nur noch ein Freibad pro 15.000 Menschen erhalten bleiben soll.

Der Bezirk Ried im Innkreis hat mit seinen rund 60.000 EinwohnerInnen insgesamt 9 Freibadeanlagen. Konkret 6 klassische Freibäder, 2 Strandbäder an den Badeseen Pramet und Mühlheim und eine Naturbadeanlage in Eberschwang. Viel zu viele - geht es nach der oberösterreichischen Bäderstudie, die nur eine Badeanlage für 15.000 EinwohnerInnen empfiehlt. Um auf diesen Wert zu kommen, müssten im Bezirk Ried mindestens die Hälfte der Freibäder zusperren. Das würde die Lebensqualität im Bezirk massiv gefährden. Da laut Bäderstudie Strand- und Naturbadeanlagen eher erhalten bleiben sollen, schwebt vor allem über Gemeinden mit klassischen Freibädern das Damoklesschwert der Schließung.

Wir brauchen ein Erhaltungs- und kein Schließungskonzept

Solange sich die Gemeinden nicht selbst über Schließungen konkreter Standorte einig werden, wird keine Gemeinde vom Land Oberösterreich mehr Förderungen für Sanierungen erhalten. Erschwerte Förderbedingungen werden dazu führen, dass Bäder nicht mehr saniert, sondern geschlossen werden. Wir verlangen daher ein Programm zur Sanierung und Erhaltung von öffentlichen Bädern, eine intensive Prüfung der drohenden Schließungen sowie der neuen Sanierungskriterien. Wir brauchen kein Schließungs- sondern ein Erhaltungskonzept, das Gemeinde- und regionale Kooperationen ebenso beinhaltet wie technische Innovationen im Sanierungsbereich Richtung Energieeffizienz und solare Wärme, um so Wirtschaftlichkeit zu erreichen.

Badeanlagen sind immens wichtig für die Lebensqualität in den Gemeinden. Ob sportliches Training, Schulschwimmern, Gesundheitsförderung und Reha oder einfach nur Badespaß – ein bestmögliches und regional ausgewogenes Angebot an Badeanlagen für die OberösterreicherInnen ist dringend sicherzustellen.

Die Bäderstudie

Die vom Land Oberösterreich im Vorjahr in Auftrag gegebene und mittlerweile in Umsetzung befindliche "Bäderstudie" wurde von der con.os.tourismus.consulting gmbh erstellt und empfiehlt unter anderem die Reduktion der aktuell 230 Bäder auf 100. Konkret soll künftig auf 15.000 Einwohnerinnen bei einer Erreichbarkeit im Umkreis von 15 km nur mehr ein Freibad kommen. Sollte eine Badeanlage diese Kriterien nicht erfüllen, gibt es künftig keine Sanierungsförderung durch das Land Oberösterreich mehr.

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