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Faktencheck Asyl Ried im Innkreis

Asyl-Infos aus erster Hand


Foto Asylcheck Ried im Innkreis 2015

Weit über 100 Interessierte konnten die Rieder Grünen am 7. 9. bei ihrer Infoveranstaltung zum Thema 'Flucht und Asyl' begrüßen. „Auch das zeigt, wie hilfsbereit sehr viele Menschen sind. Wir wollen diese positive Stimmung stärken“, freute sich Bürgermeisterkandidat Max Gramberger über den großen Zuspruch.

Christian Hrubes, Leiter des Kompetenzzentrums für Flüchtlinge des Roten Kreuzes Oberösterreich, wies vor allem auf die Fakten- und Datenlage hin. Er erklärte, dass ein/e SchutzsuchendeR in der Grundversorgung – sofern Unterkunft und Verpflegung gestellt werden – 40 Euro pro Monat Taschengeld erhalte. „Mehr gibt es nicht“, so Hrubes, der auch gleich eine weit verbreitete Mär richtigstellte: „Nein, die Asylwerberinnen und -werber bekommen von staatlicher Seite kein Handy zur Verfügung gestellt. Sie bringen meist eines mit, weil es die einzige Möglichkeit ist, um mit der oft zurückgelassenen Familie und Freunden in Verbindung zu bleiben“.

Remiza Traubenek von der Caritas betreut die gut 20 Flüchtlinge, die im Rieder Kloster untergekommen sind. Sie erzählt vor allem von der großen Hilfsbereitschaft innerhalb der Rieder Bevölkerung. „Dutzende Menschen haben sich gemeldet um freiwillig zu helfen und zu spenden“, so Traubenek. Viele davon möchten anonym bleiben. Das stimme sie nachdenklich, so Traubenek: „Wenn helfen nicht mehr salonfähig ist, wirft das ein trauriges Bild auf unsere Gesellschaft.“

Bei der Veranstaltung war eine starke Solidarität der Bevölkerung mit den Flüchtlingen zu spüren. Neben Appellen für mehr Menschlichkeit gab es vor allem Fragen nach Möglichkeiten um zu helfen. „Was kann der einzelne konkret tun?“, fragte ein Anwesender. Die ExpertInnen zählten auf: Privatquartere zur Verfügung stellen, Lebensmittel spenden, Transport von Spendengütern übernehmen, Deutsch unterrichten oder „ganz einfach Flüchtlinge zu Freizeitaktivitäten einladen. So werden aus Zahlen Menschen“.


Wer ein Quartier zur Verfügung stellen möchte, kann sich an die Bezirkshauptmannschaft (heidemarie.schachinger@ooe.gv.at; 07752/912-68410) wenden, für Menschen, die Kleidung, Räder, Essen usw. spenden oder Zeit zur Verfügung stellen wollen, koordiniert das ReKI für alle Gemeinden des Bezirks die Anfragen (renate.brandstoetter@volkshilfe-ooe.at; 0676/87347171).

Die Rieder Grünen freuen sich über das große Engagement der Rieder BürgerInnen und unterstützen Projekte und Ereignisse, die dieses Engagement koordinieren und erleichtern und vor den Vorhang holen. Sie fordern die Gemeinde erneut auf – eine Anfrage der Rieder Grünen im Juli-Gemeinderat dazu gab es ja bereits – endlich Beschäftigungsmöglichkeiten für Schutzsuchende in Ried zu schaffen. „Die Gemeinde darf Flüchtlinge für gemeinnützige Arbeiten, wie z. B. Parkpflege, einsetzen, wofür sie 5 Euro pro Stunde maximal 22 Stunden pro Monat bekommen dürfen. Wenigstens diese Chance würden sie gerne ergreifen“, meint Bürgermeisterkandidat Max Gramberger.

Außerdem verlangen die Rieder Grünen ein parteiübergreifendes Koordinationsteam, das schon jetzt Maßnahmen überlegt, wie die ab 1. Oktober vorgesehene Quote von ca. 180 Plätzen in Ried erfüllt werden kann.„Jetzt gemeinsam agieren statt nachher nur noch reagieren“, fordert Gramberger seine Mitbewerber auf. „Ried hat jede Menge menschliches Potenzial, so dass diese Aufgaben gut gelöst werden können. Die Politik muss sie darin unterstützen.“

Foto Asylcheck 2 Ried im Innkreis 2015
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